Petition 18.Mai 2020 – 11. Jahrestag des Völkermordes an den Eelam Tamilen

Petition

  1. Mai 2020 – 11. Jahrestag des Völkermordes an den Eelam Tamilen

Der Mai 2009 markiert den Höhepunkt der genozidalen Brutalität des sri-lankischen Regimes. Die Militäroffensive hatte das Ziel, die eelamtamilische Bevölkerung zu vernichten. Sämtliche völkerrechtliche Regularien wurden außer Acht gelassen, die Straffreiheit setzt sich bis heute fort.

Mit dem Einmarsch in die tamilischen Gebiete setzte die sri-lankische Regierung einem vielversprechenden Friedensprozess auf der südasiatischen Insel ein brutales Ende. Nach mehreren Jahrzehnten Bürgerkrieg zwischen dem Regime in Colombo und den Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) war es gelungen, einen dauerhaften Waffenstillstand unter internationaler Vermittlung auszuhandeln. Die eelamtamilische Bevölkerung war dazu übergegangen einen eigenen Staat „Tamil Eelam“ im Norden und Osten der Insel aufzubauen, der unter anderem bereits über eine funktionierende Verwaltung, ein Bildungs- und Gesundheitswesen verfügte. Grundlegende soziale Ziele waren die Abschaffung des feudalen Kastenwesens, die Gleichberechtigung der Geschlechter, Alphabetisierung, Beseitigung von Armut und der Abhängigkeit vom sri-lankischen Regime.

Die Hoffnungen der Bevölkerung Tamil Eelams auf Frieden und gesellschaftlichen Aufbruch wurden gezielt zerstört, um den Einfluss von Gruppen mit ökonomischen, politischen und religiösen Interessen zu erhalten.

Obwohl die internationale Gemeinschaft von den Geschehnissen wusste, gab es damals kaum Stimmen, die sich aktiv für eine sofortige Beendigung der Angriffe auf die Bevölkerung ausgesprochen hat. Allein in den letzten Monaten der srilankischen Militäroffensive sind einem UN Bericht zufolge bis zu 70.000 Menschen ermordet worden. Nach Angaben des Bischofs von Mannar Dr. Joseph Rajappu gelten jeodch bis heute 146.679 als spurlos verschwunden.

Als sich die Anschuldigungen und Beweise des Völkermords und von Kriegsverbrechen gegen die, für diese Schlussoffensive verantwortlichen, Rajapaksa Brüder und deren Mitstreiter nicht mehr von der Hand weisen liessen, heisste die internationale Gemeinschaft darunter auch die deutsche Regierung den Machtwechsel auf der Insel willkommen. Wie wir heute wissen hat auch diese Regierung unter dem Deckmantel von Good Governance keine greifbaren Maßnahmen für eine Lösung ergriffen. Vielmehr nutzte die Regierung diese um die tief verwurzelte Völkermordspolitik in all ihren Variationen voranzutreiben. Ende 2019 wurde Gotabaya Rajapaksa, verantwortlicher Verteidigungsminister im Jahre 2009 und Beschuldigter zahlreicher Kreigsverbrechen, zum Präsidenten gewählt.

Die Eelamtamilen werden als Volk in Sri Lanka schon seit der Unabhängigkeit im Jahre 1948 systematisch unterdrückt, verfolgt und ermordet. Es handelt sich um einen fortlaufenden Völkermord. Die Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen dürfen von der internationalen Gemeinschaft nicht länger ignoriert werden.

Die in der Diaspora lebenden Eelam Tamilen gedenken jährlich am 18. Mai den Opfern des Krieges. Anlässlich dessen rufen wir, vertreten durch die in u.g. Organisationen und Vereine, im Rahmen dieser Petition die Bundesregierung auf, die folgenden Forderungen anzuerkennen und diese in ihrer Umsetzung zu unterstützen:

 

  • den andauernden Genozid an der eelamtamilischen Bevölkerung anzuerkennen
  • eine internationale und unabhängige Untersuchungskommission zu unterstützen
  • die sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen zu fordern
  • das Recht auf Selbstbestimmung für die eelamtamilische Bevölkerung anzuerkennen

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